Bibel Studienhilfe

Die biblische Numerologie, auch Zahlensymbolik genannt, ist fürwahr ein spezifisches Fach innerhalb der Bibelkunde. Bei entsprechendem Augenmerk verhilft sie uns zu einem tieferen Verständnis der Heiligen Schrift. Beachtenswert ist jedenfalls, dass biblische Zahlen neben ihrer tatsächlichen numerischen Aussage eine geistliche Bedeutung haben können.

So symbolisiert beispielsweise die biblische „1“ die absolute Vollkommenheit, Einheit und Oberherrschaft. Außerdem repräsentiert sie Exklusivität. Ein paar Beispiele:

a)
Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein!(5. Mo 6,4) 

b)
„Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ (Mat 23,9)

c) 
„So gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.“ (1.Kor 8,6).

Die biblische „3“ wiederum ist die Zahl Gottes und charakterisiert die Dreieinheit (z. B. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes). Die biblische „7“ hingegen repräsentiert Vollendung und Vollkommenheit in Gottes Ordnungen, Taten und Plänen (z.B. 7-Tage-Woche, 7-maliges Vergeben, 7 Siegel usw.).

153 Fische – eine bemerkenswerte Zahl

Eine wahrlich außergewöhnliche Zahl begegnet uns im Johannes-Evangelium, Kapitel 21, Vers 11, die womöglich von den meisten Bibellesern schlicht unbeachtet bleibt oder einfach übergangen wird, weil kaum jemand die Inhärenz dieser Zahl entschlüsseln kann. Es ist die Zahl „153“ .

Sie steht in Zusammenhang mit dem bereits auferstandenen Herrn Jesus Christus, der sich zum gegebenen Zeitpunkt bereits zum dritten Mal (!) seinen Jüngern offenbart. Diesbezüglich eröffnet uns die Schrift, dass sich Petrus und weitere sechs Jünger eine Nacht lang vergeblich am See Genezareth beim Fischen abmühten und trotzdem keinen einzigen Fisch fangen konnten. Frühmorgens jedoch stand der Herr Jesus Christus am Ufer und gebot, das Netz auf der rechten Seite des Schiffes auszuwerfen.     

Johannes 21,6
Er [Jesus] aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische.

Nachdem die Jünger der Weisung Jesu nachgekommen waren, konnten sie das Netz wegen der überaus großen Fischmenge nicht einholen. Schließlich zogen die Jünger das Netz voller Fische ans Land. Danach lässt uns die Heilige Schrift kurzerhand wissen, dass es genau 153 Fische waren – nicht mehr und nicht weniger, die sich im Netz verfingen. Zurecht fragt man sich: Warum gerade 153? Warum nicht über 100 oder geschätzte 150 oder gar eine unbestimmte Menge? Hätten es nicht auch 154 oder gar 155 sein können? Mitnichten! Denn wir erinnern uns, dass ja quasi „Punkt und Beistrich“ der Heiligen Schrift bedeutsam sind und somit Zufälligkeiten ausgeschlossen werden können, zumal ja die Zahl „153″ derart auffällig an dieser Stelle hervorgehoben wird. Es lohnt sich also, die „153″ näher zu untersuchen und zugleich auf das Buch „Die Sprache der Schöpfung verstehen“ von Werner Gitt hinzuweisen, in dem er der „153″ auf den Grund geht. 

Johannes 21,11
Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, 153; und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht. 

Die Zahl 153

Die Zahl Gottes – nämlich die „3“ – ist mehrfach in der Zahl „153″ verborgen. Weiters steht sie mit den Primfaktoren, der Summe der ersten fünf Fakultäten und den dritten Potenzen der Einzelziffern in Verbindung.

0

Die Zahl 3 ist mehrfach in 153 verborgen

0

153 zerlegt in Primfaktoren

0

Die Summe der ersten 5 Fakultäten

0

Die Summe der dritten Potenzen der Einzelziffern

Zahlensymbolik "Jesus" im Griechischen des Neuen Testaments

Eine weitere bemerkenswerte Korrelation können wir zwischen der Zahl „888“ und der Zahl „153″ erkennen. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Zahl „8“ sinnbildlich für Neuanfang und Auferstehung steht. Und tatsächlich entspricht die Zahl „888“ der Quersumme der einzelnen Buchstaben-Zahlenwerte des Namen „Jesus“ im neutestamentlichen Griechisch. Hierzu sollte man unbedingt wissen, dass den einzelnen griechischen Buchstaben jeweils ein spezifischer Zahlenwert zugeordnet ist. Äußerst erstaunlich ist nun, dass man von der Zahl „888“ ausgehend über die dritten Potenzen der Einzelziffern und die jeweiligen Quersummen (bei sechsmaliger Prozedur) wieder auf die „153“ kommt. Beim siebenten Mal bleibt die Zahl „153“ konstant für immer bestehen! 

Ι

10

η

8

σ

200

ο

70

ύ

400

ς

200

= 888

0

Die Summe der dritten Potenzen der Einzelziffern von 888

0

Zahlensymbolik "Ani Elohim" / "Ich bin Gott" im Hebräischen

Doch dem nicht genug, denn eine weitere Beziehung zur Zahl „153“ lässt sich über den hebräischen Satz „Ani Elohim“ = „Ich bin Gottherleiten (von rechts nach links zu lesen), denn auch hier ergibt die Quersumme der einzelnen Buchstaben-Zahlenwerte wiederum „153“ (Auch im biblischen Hebräisch sind den einzelnen Buchstaben bestimmte Zahlenwerte zugeordnet).

Wir kombinieren nun beide Aussagen zu „Jesus – Ich bin Gott“ und lassen die Deutung unter dem Verweis auf Johannes 10,30: Ich und der Vater sind eins.“ einfach mal so stehen.

ם

40

י

10

ה

5

ו

6

ל

30

א

1

י

10

נ

50

א

1

= 153

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