Lothar Gassmann | Buchbesprechung

Gender-Sternchen, Binnen-I, Gender-Gap – wer kennt sie nicht, die sprachlichen Kennzeichnungen für Mehrgeschlechtlichkeit. Wie kam es dazu? Welche weltanschaulichen Hintergründe gibt es? Wie verhalten sich Christen dazu?

Jutta Eisele, Theologin, Krankenschwester und Vorsitzende der (esoterikfreien) Deutschen Gesellschaft für Christliche Naturheilkunde, bringt in ihrer Masterarbeit für eine evangelikale Akademie, die zum Teil selber gendert (S. 8 und 13), die aktuelle Debatte auf den Punkt. Sie zitiert dabei reichlich aus zum Teil kontroversen Stellungnahmen säkularer und christlicher Autoren (die Bibliografie umfasst 25 Seiten!) und fordert die Leser am Ende zu einer eigenen Urteilsbildung auf.

Ihre eigene Meinung gründet die Autorin auf die Bibel, die sie unaufdringlich, aber deutlich ins Gespräch bringt. Von daher empfehle ich dieses Buch, zumal es auch sehr gut zeigt, wie sich die ideologische Entwicklung von einem sanften zu einem radikalen Feminismus steigerte und wie danach der Dekonstruktivismus mit der Auflösung sämtlicher Werte die Oberhand gewonnen hat.

Lothar Gassmann | Bibelrunde Magazin

Über Dr. Lothar Gassmann

Lothar Gassmann dient Gott dem HERRN als Prediger, Lehrer, Apologet, Evangelist und Publizist. Er schrieb ca. 200 Bücher und rund 500 Lieder zu christlichen und zeitaktuellen Themen. Seit 2009 ist er Mitarbeiter beim Christlichen Gemeinde-Dienst (CGD) und Schriftleiter der Vierteljahres-Zeitschrift “Der schmale Weg”. Er ist Mitbegründer der freien Bibelgemeinde Pforzheim und des Jeremia-Verlags sowie Initiator der Endzeit-Konferenzen für Süddeutschland und die Schweiz. Außerdem ist er Mitbegründer und 1. Vorsitzender der Lukas-Schriftenmission und Initiator des Arbeitskreises “Wunder der Schöpfung” mit dem Ziel, ein multimediales Schöpfungsmuseum im deutschsprachigen Bereich aufzubauen. Er arbeitet bei Missionseinsätzen mit Menschen unterschiedlichster Nationalitäten zusammen. Als Freund des jüdischen Volkes übersetzte er die israelische Nationalhymne “Hatikva” für einen großen christlichen Verlag ins Deutsche und organisierte zahlreiche Gruppenreisen nach Israel, in die Türkei und in die USA. Sein Motto lautet: “Ich weiß nichts als allein JESUS CHRISTUS, den Gekreuzigten” (1. Korinther 2,2).

Dieser Werterelativismus ist in den letzten Jahrzehnten bis in ehemals konservative christliche Verbände, Akademien und Gemeinden eingedrungen, was das Buch durch zahlreiche Beispiele und Zitate deutlich macht. Wir sollten wachsam sein! Um der Auflösung christlicher Werte, insbesondere der göttlichen Schöpfungsordnung, zu widerstehen, hilft nur die Rückkehr zur Bibel als dem allezeit gültigen Wort Gottes. Und die Bibel sagt in Genesis 1 ganz klar: „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau.“

Dr. theol. Lothar Gassmann, Pforzheim
E-Mail: [email protected]

Information

Jutta Eisele: CHRIST UND GENDERN? - Hintergrundwissen und Hilfestellungen zur eigenen sprachlichen Positionierung.172 Seiten, 19,95 Euro, Concepcion Seidel, Hammerbrücke 2024

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